Allergien beim Baby – Ursachen und Symptome

von | Jan 8, 2019

Allergiesymptome beim Baby können sehr unterschiedlich sein. Sie können sich am gesamten Körper oder nur an bestimmten Organen oder Hautarealen bemerkbar machen. Zudem ähneln Allergiesymptome häufig anderen Krankheitsbeschwerden wie beispielsweise Erkältungssymptomen. Dies ist auch einer der häufigsten Gründe, weshalb Allergien bei Babys lange Zeit unerkannt bleiben. Wenn es jedoch gelingt, frühzeitig eine ärztliche Diagnose zu stellen, kann die Allergie passend behandelt werden. Den weitere Verlauf der Allergie bei deinem Baby lässt sich dann sehr positiv beeinflussen.  

Allergiesymptome auf einen Blick:

Allergiesymptome auf der Haut:

  • Ekzeme
  • Hautausschlag
  • Juckreiz und schmerzhafte Rötungen
  • Neurodermitis

Allergiesymptome im Magen-Darm-Trakt:

  • Blähungen
  • Koliken
  • Durchfall und Erbrechen
  • Bauchschmerzen
  • Gewichtsverlust und Gewichtsstagnation (zum Beispiel bedingt durch Nahrungsverweigerung oder Erbrechen)
  • Spucken und Schluckbeschwerden

Allergiesymptome – Atemwege:

  • Chronischer Hustenreiz
  • Heiserkeit
  • Asthma
  • Laufende Nase

Sonstige Allergiesymptome:

  • Müdigkeit und Abgeschlagenheit
  • Untröstliches Weinen
  • Ängstlichkeit
  • Unruhezustände

 

Ursachen für Allergien beim Baby

Allergie durch genetische Belastung?

Ein Allergieauslöser ist die genetische Vorbelastung. Wenn ein Elternteil oder sogar beide Elternteile unter Allergien leiden, steigt das Erkrankungsrisiko für das Baby auf mehr als das Doppelte an. Kläre daher mit deinem Partnr ab, ob ihr beide irgendwelche Allergien habt. Dann seid ihr besser vorbereitet. Doch eine genetische Vorbelastung ist kein Grund zur Sorge. Es gibt viele Präventionsmaßnahmen, die bereits in der Schwangerschaft ergriffen werden können, damit dein Kind gar nicht erst zu einem Allergiker wird.

Der Kinderarzt kann zudem eine sogenannte Familienanamnese machen: Hier werden wichtige Informationen über familiäre Erkrankungen gesammelt, um eine Vorhersage über eine mögliche Allergieentwicklung treffen zu können.

Allergie durch Geburt?

Ein weiterer Allergieauslöser ist das Geburtsverfahren. Wenn Babys auf natürliche Weise zur Welt kommen, nehmen sie im Geburtskanal zahlreiche Darmkeime der Mutter auf. Diese Keime sind für das kindliche Immunsystem von sehr großer Bedeutung. Das liegt daran, dass die Immunabwehr deins Babys sich am Anfang hauptsächlich über die Mikroben Vielfalt im Darm entwickelt. Erst danach werden äußere Faktoren wichtiger.

Kommt dein Baby per Kaiserschnitt zur Welt, nimmt es wichtige Hautbakterien. Die Darmbakterien fehlen jedoch. Das kann die Entwicklung von Allergien begünstigen.

Allergie durch Zufüttern?

Jedes Baby wird irgendwann auf feste Nahrung umgestellt. Geschieht das Zufüttern mit Beikost zu früh, kann dies das Allergierisiko deutlich erhöhen.

Eier und Milch sind die häufigsten Allergene für Baby und Kleinkinder. Doch auch Fisch, Soja, Nüsse und Weizen können Allergieauslöser sein. Aus diesem Grund ist vor allem in den ersten Lebensmonaten die Muttermilch die beste Ernährungsgrundlage für das Baby.

Wenn bei deinem Baby ein erhöhtes Allergierisiko diagnostiziert wurde und du es nicht voll stillen kannst, solltest du auf eine spezielle HA-Anfangsnahrung zurückgreifen: Diese hypoallergene Anfangsnahrung kann Allergieerkrankungen wirksam vorbeugen. Beikost sollte frühestens ab dem vierten Monat eingeführt werden. Zudem sollten neue Lebensmittel nur schrittweise ausprobiert werden, um Allergien direkt mit dem Nahrungsmittel in Verbindung bringen zu können. Am besten probierst du jede Woche nur ein neues Nahrungsmittel aus.

Allergien beim Baby durch Giftstoffe

Rauchen kann Allergien auslösen

Zigarettenrauch ist äußerst schädlich für die Atemwege und die Lunge und fördert maßgeblich die Entstehung von Allergien. Insbesondere Asthma-Erkrankungen können entstehen. Eltern sollten daher sowohl während der Schwangerschaftsperiode, als auch nach der Geburt auf den Zigarettenkonsum verzichten.

Kannst du das Rauchen nach der Geburt gar nicht lassen, so rauche bitte nicht in Gegenwart deines Babys. Halte die WOhnung rauchfrei und wasche dir danach die Hände. Nikotin wird auch über die Haut abgegeben, daher ist der komplete Verzicht für dein Baby am gesündesten.

Allergie beim Baby durch Schimmel in der Wohnung

Ein wichtiger Allergieauslöser sind auch Schimmelpilze. Durch das Einatmen kommen sie in Kontakt mit der Schleimhaut und können Symptome wie Husten, Niesanfälle oder Schnupfen hervorrufen.

Schimmelpilze sind fast überall vorhanden. Sie gedeihen jedoch besonders in warmen und feuchten Umgebungen: Auf Lebensmitteln, Polstern, Tapeten oder Vorhängen können sie sich ebenso einnisten wie im Keller oder im Garten. Am besten sorgst du für ein gutes und trockenes Raumklima und lüftest regelmäßig. Je höher die Belastung mit Schimmelsporen, desto größer ist das Risiko, dass dein Baby Asthma bekommt oder andere schwere Lungenschäden davon trägt.

Allergie auf Hausstaubmilben

Hausstaub-Milben sind kein Anzeichen einer unhygienischen Umgebung. Sie gehören zum alltäglichen Leben einfach mit dazu und sind für Menschen mit einem gesund funktionierenden Immunsystem völlig unbedenklich. Dennoch zählen sie zu den am häufigsten vorkommenden Allergenen und können Neurodermitis oder Asthma-Erkrankungen hervorrufen.

Tierhaarallergie beim Baby

Haustiere sind ein wichtiger Allergieauslöser. Neben der Pollen- und Gräserallergie leiden die meisten Babys und Kinder unter einer Tierhaarallergie.

In diesem Zusammenhang solltest du aber wissen, dass nicht die Haare des Tieres die Allergiereaktion auslösen. Es sind die Fremdstoffe, die sich im tierischen Schweiß oder Speichel vorkommen. Wenn bei deinem Kind kein erhöhtes Allergierisiko festgestellt wurde, sind Haustiere völlig unproblematisch. Sie können sogar das Immunsystem des Kindes stärken

Allergische Reaktionen durch Kreuzallergien

Babys können häufig nicht nur auf ein einziges Allergen eine entsprechende Abwehrreaktion äußern, sondern auch auf „nahe Verwandte“. Hierbei handelt es sich um Stoffe und Substanzen, die sich chemisch oder biologisch sehr ähneln. Ist jemand beispielsweise auf Gräser und Pollen allergisch, können auch nach dem Verzehr von Hasel- oder Erdnüssen gewisse Allergiesymptome in Erscheinung treten. Das liegt daran, dass es sich hier um ein und denselben Allergieauslöser handelt.

Eine Überreaktion des Immunsystems kann also darauf zurückgeführt werden, dass bereits gegen andere Allergene eine Überempfindlichkeit vorhanden ist.

 

Weitere Informationen zu Allergien beim Baby

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