Allergien beim Baby vorbeugen

von | Jan 8, 2019

Immer mehr Säuglinge und Kleinkinder leiden an diversen Allergie-Erkrankungen wie beispielsweise Neurodermitis. Es gibt jedoch wirksame und einfach Vorbeugemaßnahmen, um das Entstehungsrisiko von Allergien beim Baby deutlich zu mindern.

Allergien beim Baby wirksam vorbeugen – Schutz- und Präventionsmaßnahmen

Früher vertraten Experten die Meinung, dass Allergene ein Feind sind, der nach Möglichkeit gemieden werden muss. Diese Meinung hat sich geändert. Heute sind sich die Experten einig, dass Allergene dem Körper unbedingt zugeführt werden sollten. Dies verstärkt die Abwehrkräfte. Allerdings ist der richtige Zeitpunkt und die Dosierung wichtig.

Folgende Vorbeugemaßnahmen sind im Zusammenhang mit der Allergieprävention von großer Bedeutung:

Die richtige Ernährung

Ernährungsexperten raten heutzutage nicht zum Verzicht auf bestimmte Lebensmittel während der Schwangerschaft und der Stillperiode. Vor allem der Verzehr von Fisch kann einen schützenden Effekt haben. Das bedeutet, dass du grundsätzlich alles essen kannst, was dir schmeckt und keine Lebensmittel bewusst vermeiden musst, die allgemein als „allergen“ gelten. Das ist natürlich nur dann der Fall, wenn du selbst unter keiner Allergie leidest. Was der Mutter guttut, wirkt sich in der Regel auch sehr positiv auf da Baby aus. Achte lediglich auf künstliche Geschmacksverstärker und Konservierungsstoffe sowie zugesetzten Zucker. Auch rohen Fisch solltest du vermeiden!

Omega-3-Fettsäuren hingegen haben eine entzündungshemmende Auswirkung und können das Allergierisiko effektiv senken.

Auch die Zeit nach der Geburt deines Babys ist von sehr großer Bedeutung: Muttermilch ist das Beste für dein Kind und der wirksamste Schutz vor Allergieerkrankungen. Muttermilch hat die wichtigsten Komponenten für einen umfassenden Immunschutz in der richtigen Konzentration. Somit stärkt Stillen das kindliche Immunsystem. Dank der einzigartigen Zusammensetzung der Muttermilch bietet sie deinem Baby den besten Schutz vor Infektionen und Allergien. Du solltest mindestens sechs Monate stillen: Das gilt unter Experten als beste Allergiepräventionsmaßnahme.

 

Alternative zur Muttermilch

Wer nicht stillen kann, sollte zu spezieller „hypoallergener Nahrung“ (HA-Spezialnahrung) greifen.

Beikost sollte frühestens ab dem vierten Lebensmonat eingeführt werden. Gewöhne dein Baby schrittweise an neue Nahrungsmittel und Zutaten. Nur so kannst du wirklich erkennen, ob dein Kind diese Lebensmittel auch gut verträgt.

 

Allergien vorbeugen mit dem richtigen Waschmittel

Vermeide beim Waschen von Kleindung und Bettwäschen Mittel, die ein hohes Reizpotential haben. Lasse Weichspüler mit künstlichen Aromen, Duft- und Farbstoffen lieber beiseite. Die Haut von Babys ist noch sehr dünn und kann bestimmten Schadstoffen nichts entgegensetzen. Babyhaut reagiert somit viel sensibler als die Haut von erwachsenen Menschen. Wäsche, die dein Baby direkt auf der Haut trägt, sollte einen möglichst hohen Baumwollanteil besitzen, um mechanische Hautreizungen zu vermeiden.

 

Haustiere können Allergien auslösen

Wenn dein Kind ein erhöhtes Allergierisiko hat, solltest du vorsorglich auf ein Haustier verzichten. So kannst du vorbeugen, dass Tierhaarallergien oder sonstige Erkrankungen auftauchen. Liegt kein diagnostiziertes Allergiepotenzial vor, spricht grundsätzlich nichts gegen ein Haustier. Natüürlich verlangt niemand, dass du ein Haustier weggibst. Wichtig ist jedoch, dass Babybett und Kinderzimmer vor den Tieren geschützt werden. Auch solltest du in der Stillzeit kein neues Tier anschaffen.

 

In der Wohnung: Rauchverbot!

Das Beste, das Eltern ihren Kindern tun können, ist sie vor Zigarettenrauch zu bewahren. Nikotin und Tabak gehören zu den Haupt-Allergieauslösern. Beim Rauchen werden bestimmte Giftstoffe freigesetzt, die das Immunsystem und die Lungenfunktion deutlich schwächen. Atemerkrankungen und Allergien wie beispielsweise Asthma können so sehr leicht entstehen. Sowohl während der Schwangerschaft und Stillzeit, als auch nach der Geburt sollte auf aktives und passives Rauchen verzichtet werden.

Lüfte auch regelmäßig, um ein gutes und angenehmes Raumklima zu schaffen.

 

Körperpflege gegen Allergien

Babys schwitzen nicht so wie erwachsene Menschen. Daher muss hier eine andere Körperpflege zum Einsatz kommen. Das Motto lautet: So viel wie nötig, jedoch so wenig wie nur möglich!

Sehr wichtig ist, Pflegeprodukte zu wählen, die den pH-Wert der Haut erhalten und den Eigenschutz nicht schwächen. Cremes sollten komplett frei von künstlichen Duft- und Konservierungsstoffen sein. Dein Baby braucht kein breitgefächertes Pflegeproduktsortiment. Mit Bedacht ausgewählte Kosmetikartikel helfen wirksam dabei, das Allergierisiko zu senken.

 

Weitere Tipps für die Gesundheit deines Babys

Wische Böden und Möbel in regelmäßigen Zeitabständen feucht ab und befreie deine Wohnumgebung regelmäßig von Hausstaub. Auch die flauschigen Stofftierfreunde deines Babys brauchen ausreichende Pflege, da sie ein wahrer Magnet für Staubmilben sind. Wasche die Kuscheltiere daher regelmäßig und lege sie am besten auch in den Trockner. Beachte hierbei aber den Tipp mit dem Waschmittel!

Alternativ kannst du das Stofftier auch in die Tiefkühltruhe legen und am nächsten Morgen gut ausklopfen: Die Staubmilben fallen so einfach heraus.

 

Die Schutzimpfungen beachten

Die von Experten empfohlenen Schutzimpfungen gegen Tetanus, Masern, Diphterie und Keuchhusten senken das Allergierisiko signifikant. Besonders Risikokinder sollten nach den ärztlichen Vorgaben geimpft werden.

 

Weitere Informationen zu Allergien beim Baby

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