Neugeborenen-Akne

von | Dez 21, 2018

Was ist Neugeborenenakne? (Symptome)

Die Neugeborenen-Akne oder auch Baby-Akne genannt ist eine Ansammlung von vielen kleinen Pickelchen, die gegebenenfalls einen gelben Punkt in der Mitte aufweisen. Im Unterschied zum Mitesser haben sie meist einen keinen schwarzen Punkt in der Mitte. Baby-Akne tritt meist sehr kurz nach der Geburt auf.

 

Wo kommt Baby-Akne vor?

Pickel schon beim Baby? Das gibts nicht nur in der Pubertät!

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Die Neugeborenenakne kommt meist auf Stirn, Nase, Kinn und manchmal auf den Wangen/Backen deines Kleinen vor. Jungen sind dabei meist stärker betroffen als Mädchen. Und gerade wenn es sehr heiß ist und der Körper deines Kleinen zur Überhitzung neigt ist die Ausprägung oft schlimmer.

 

Wie kommt Neugeborenenakne zustande?

Diese Hautunreinheit entsteht, da nach der Geburt die Talgdrüsen zu stark arbeiten und dabei die Poren noch sehr klein sind.

Es wird außerdem vermutet, dass wenn die Mutter in der Stillzeit bestimmte Medikamente einnimmt Neugeborenenakne eine Folge sein kann.

 

Ist Neugeborenenakne eine gefährliche Hauterkrankung?

Nein, auch wenn dein Kleiner zeitweise wie ein „Streuselkuchen“ aussieht spürt dein Baby keinen Schmerz. Es juckt in der Regel auch nicht und heilt daher auch ohne Narben zu hinterlassen ab. Das Risiko für Langzeitschäden durch Baby-Akne auf der Haut geht damit gegen Null.

 

Was kann gegen Neugeborenenakne tun? (Behandlung)

Auch wenn es schwerfällt, am besten Du tust nichts. Meist vergeht die Babyakne nach wenigen Wochen. Nach max. 3 Monaten sollte Baby-Akne verschwunden sein. Falls Du Dir unsicher bist und etwas zur Behandlung tun möchtest kannst dann immer noch beim Kinderarzt oder deiner Nachsorge-Hebamme nachfragen.

Wiederstehe aber dem Drang einfach irgendetwas zu tun. Auf keinen Fall solltest du „normale“ Akne-Mittel zu verwenden. Diese sind meist sehr aggressiv und auf die Haut von Jugendlichen oder Erwachsenen ausgelegt. Sie schaden der jungen Haut deines Säuglings mehr als sie nützen.

Auch das Auszudrücken ist absolut tabu. Es ist schmerzhaft fürs Baby und kann schnell Entzündungen hervorrufen.

Baby mit Neugeborenen-Akne

Baby mit Neugeborenen-Akne im Gesicht

 

Antibiotische oder kortisonhaltige Salben sind bei Babys ebenfalls ein NoGo. Sie sind viel zu aggressiv für die empfindliche Haut und können Langzeitschäden hinterlassen.

Neugeborenen-Akne mit Hausmitteln behandeln

Falls Du etwas gegen die Neugeborenenakne unternehmen möchtest, kannst du die betroffenen Hautpartien mit lauwarmem Wasser auswaschen. Gegebenenfalls kannst Du mehrmals in der Woche eine feuchtigkeitsspendenden Babyseife nutzen. Da Dreck, Staub und Schmutz nicht die Ursache sind, solltest du beim Abtrocknen nicht drücken oder rubbeln. DU reizt die Haut deines Babys sonst nur unnötig und bietest der AKne einen neuen Nährboden.

Hebammen und Kinderärzte empfehlen Olivenöl oder Ringelblumensalbe. Diese sind auch bei bei Neurodermitis ein bevorzugtes Mittel, da sie gut verträglich sind. Aber zu viel, egal ob Salbe, Öl, Lotion, oder anderes Pflegeprodukt macht es schlimmer, da die Haut bei ununterbrochener Pflegemittelschicht nicht mehr atmen kann und die Poren möglicherweise verstopfen.

Ein beliebter Hausmittel-Trick ist es die Pickelchen mit Muttermilch zu betupfen. Muttermilch wirkt sanft pflegend. Halte das Gesicht deines Babys aber sonst trocken. Um Säuglings-Akne zu vermeiden, bevor sie entsteht, ist es ratsam Paraffinhaltige und parfümierte Produkte möglichst nicht zu benutzen. Eine rauchfreie Umgebung wirkt sich übrigens auch positiv auf die Haut aus.

 

Es ist gar keine Neugeborenen-Akne?

Es gibt noch weitere Arten von Hautunreinheiten bei Babys. Vielleicht ist es gar kein Hautgrieß? Informiere dich mit unseren anderen Artikeln über MilienSäuglingsakne und Hitzepickel beim Baby, und lies, was du dagegen tun kannst!

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