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Sonnenbrand – Schütze dein Baby

von | Jul 2, 2019

Sonnenbrand kann schmerzen und ist eine gesundheitliche Belastung für dein Kind.Lies, wie du dein Baby vor Sonnenbrand schützt und Hautschädigungen durch Sonneneinstrahlung behandelst.

Was ist ein Sonnenbrand?

Sonnenbrand ist eine Ausprägung der Sonnenallergie, bei dem die Haut durch Soneneinstrahlung gewschädigt wird und eine Hautreaktion zeigt. Er äußert sich durch eine Rötung der Haut, starker Sonnenbrand kann zusätzlich Blasen und Quaddeln verursachen. Nach Abheilen eines Sonnenbrandes schält sich die Haut an den geschädigten Stellen. Mediziner bezeichnen den Sonnenbrand auch als UV-ErythemErythema solare oder Dermatitis solaris.

Wie entsteht Sonnenbrand? – Ursachen

Er entsteht, wenn im Sonnenlicht enthaltene UVA-Stahlung und UVB-Strahlung in die Hautschichten eindringt und die dortigen Zellen schädigt. UV-Strahlung ist vor allem für Babys gefährlich, da deren Haut noch nicht über einen eigenen Schutzmechanismus verfügt. Babyhaut ist dünn und besitzt noch zu wenige eigene Pigmente, die als natürliches Schutzschild wirken könnten. Die Haut verbrennt unter der eindringenden UV-Strahlung.  

Ist Sonnenbrand gefährlich?

Ein leichter Sonnenbrand ist zunächst nicht gefährlich. Bei wiederholtem Sonnenbrand können jedoch irreparable Hautschädigungen wie Narbenbildung als Langzeitfolgen auftreten. Eine derartige Hautschädigung zählt auch zu den Risiken, die die Entwicklung von Hautkrebs begünstigen. Bei starkem Sonnenbrand steigt durch die Schäden der Zellen auch das Risiko einer Entzündung. Zudem ist ein Sonnenbrand oft ein Symptom für einen Sonnenstichs, der für dein Baby gefährlich werden kann.

Wie erkenne ich Sonnenbrand? – Symptome

In erster Linie zeigen sich deutlich gerötete Hautstellen. Bei Baby und Kind betrifft das vor allem Gesicht, Arme und Beine. Diese Bereiche sind am häufigsten der direkten Sonnenstrahlung ausgesetzt. Nicht selten treten Blasenbildung und Quaddeln auf den entzündeten Hautstellen hinzu. Die Haut fängt zudem an zu brennen oder zu jucken.

 

Wie kann ich Sonnenbrand vorbeugen?

Sonnenbrand vermeiden ist die wichtigste Aufgabe für Eltern. Mit einfachen Mitteln kannst du dies erreichen: Hierzu zählen in erster Linie eine passende Kopfbedeckung. Sie sollte nicht zu groß und nicht zu klein sein, zudem ausreichend Schatten im Gesicht spenden. Kinder unter einem Jahr sind grundsätzlich keiner direkten Sonnenstrahlung auszusetzen. Weiterhin bieten dünne, langärmlige Oberteile und Hosen aus feinem Leinen oder Baumwolle einen idealen Sonnenschutz.  

Welche Sonnencreme fürs Baby?

Bei Erwachsenen variiert das Risiko für einen Sonnenbrand je nach Selbstschutz der Haut, mit Sonnencreme kann dieser Schutz verstärkt werden. Die Dauer, die Erwachsene sich gefahrlos in der Sonne aufhalten können, steigt damit. Babyhaut kann sich jedoch noch nicht selbst schützen, daher bringt auch Sonnencreme nicht wirklich viel. Da hilft nur, dass du dein Baby aus der Sonne raus hältst.

 

Sonnencreme erst ab einem Jahr verwenden!

Bei Babys über einem Jahr und Kleinkindern kannst du eine Sonnencreme verwenden. Ihre Haut ist schon recht weit entwickelt und die Risiken einer Hautschädigung sind etwas geringer als bei Säuglingen. Empfohlen wird ein Lichtschutzfaktor von mindestens 30. Die im Handel erhältlichen Sonnenschutzprodukte für Babys sind oft sogenannte Sunblocker und bieten einen Lichtschutzfaktor von 50+.

Die Auswahl an Sonnencremes ist sehr groß und für Eltern oft schwierig. Es tauchen viele Fragen auf: Welches Produkt taugt am besten für mein Baby? Welche Inhaltsstoffe sind drin? Und verträgt mein Kind das? Antworten darauf bietet unser Sonnencreme-Produktvergleich (folgt in Kürze). Ganz ohne Chemie geht es beim Sonnenschutz oftmals nicht.

Grundsätzlich kannst du dich entscheiden zwischen chemischen und mineralischen Sonnenschutzprodukten. Auf Parfüm, Farbstoffe und Konservierungsstoffe wird in hochwertigen Babyprodukten bereits verzichtet. Vor allem Bioläden und Reformhäuser führen Produkte mit wenig metallischen Zusätzen, die oft auch ohne Aluminium auskommen. Verwendest du Sonnencreme, so sollte diese regelmäßig und reichlich aufgetragen werden.  

Was hilft gegen Sonnenbrand beim Baby? – Behandlung

Zuerst solltest du dein Kind unverzüglich in schattige Räume bringen. Die Unterbrechung der Sonneneinstrahlung stellt die erste wichtige Maßnahme dar. Babys können leichter dehydrieren als Erwachsene und größere Kinder. Sorge deshalb für eine zusätzliche Flüssigkeitszufuhr, auch um Kreislaufbeschwerden vorzubeugen.Wie viel dein Kind mindestens trinken muss, erfährst du in unserem Artikel Hitzewelle: Wie viel Wasser braucht dein Baby?  

Hausmittel gegen Sonnenbrand

Als nächstes solltest die betroffenen Hautareale kühlen. Aber Vorsicht: Kühle dein Kind nicht zu stark ab und auf keinen Fall großflächig! Ein Temperaturwechsel auf zu niedrige Temperaturen belastet den Kreislauf, es besteht die Gefahr für Kreislaufbeschwerden. Die am besten geeigneten Hausmittel gegen Sonnenbrand sind kühlende Umschläge mit

  • Quark
  • Ringelblume oder
  • Aloe Vera Gel.

Diese natürlichen Substanzen enthalten keine Schadstoffe und schädigen die Haut deines Babys nicht. Sie kühlen die Verbrennung und führen der Haut zugleich Feuchtigkeit zu. Diese Umschläge kannst du übrigens auch bei dir verwenden, wenn du einen Sonnenbrand behandeln möchtest.



Mit Sonnenbrand zum Arzt?

Wenn die Haut leicht gerötet ist, musst du mit deinem Kind nicht zum Arzt. Bei schweren Verbrennungen und Blasenbildung besteht jedoch Infektionsgefahr. Bemerkst du diese Symptome bei deinem kleinen Schatz, solltest du mit deinem Baby oder Kleinkind unbedingt einen Kinderarzt aufsuchen. Gleiches gilt auch bei eintretenden Kreislaufbeschwerden. Wenn der Sonnenbrand sehr stark ist und auch am Kopf auftritt, ist ein Sonnenstich auch oft nicht fern.

Auf der Übersichtsseite "Sommerzeit mit Baby" findest du Artikel rund um die Bedürfnisse deines Säuglings speziell im Sommer. Schau mal rein und entdecke unsere anderen Themen für dich und deinen Säugling.

Hier gehts zur Übersichtsseite "Sommerzeit mit Baby"

 

 

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Quellenangabe:

Wir recherchieren die auf BabySOS zur Verfügung gestellten Informationen sorgfältig in verschiedenen Quellen. Unser Anliegen dabei ist es, dir Infos verständlich und ohne „Ärzte-Deutsch“ zur Verfügung zu stellen.

Für diesen Artikel wurden, neben dem Fachgespräch mit unserer Hebamme, verschiedene schriftliche Quellen genutzt, darunter:

  • Babys erstes Jahr: Essen, Schlafen, Pupsen – Baby Entwicklung und Erziehung; Ulrike Steiner, Independently Published, 2018
  • Baby-Entwicklung: so fördern Sie Ihr Kind in den ersten 24 Monaten; Claire Halsey, München Dorling Kindersley, 2011
  • Baby Entwicklung – Erziehung und Entwicklung im ersten Jahr
  • Guter Hoffnung – Hebammenwissen für Mama und Baby Naturheilkunde und ganzheitliche Begleitung
  • Hebammen-Gesundheitswissen; Silvia Höfer, Nora Szasz, München GRÄFE UND UNZER Verlag GmbH 2012
  • Berthold Koletzko (Hrsg.), Kinder- und Jugendmedizin, 14. Auflage, Springer Medizin, Springer-Verlag Berlin Heidelberg 2013.
  • Hans G. Schlack, Motorische Entwicklung im frühen Kindesalter, 2012. Verfügbar unter: https://www.kita-fachtexte.de/uploads/media/KiTaFT_SchlackIII_MotEntw_2012.pdf, abgerufen am 13.02.2018.
  • Berthold Koletzko (Hrsg.), Kinder- und Jugendmedizin, 14. Auflage, Springer Medizin, Springer-Verlag Berlin Heidelberg 2013.
  • Impfempfehlung der Ständigen Impfkommission am Robert Koch-Institut, https://www.rki.de/DE/Content/Kommissionen/STIKO/Empfehlungen/Impfempfehlungen_node.html
Sonnenbrand - Schütze dein Baby
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