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Covid-19 beim Baby – Gefahr Coronavirus

Das Coronavirus wirft viele Fragen auf. Vor allem Eltern bangen um die Gesundheit ihrer Kinder. Doch wie gefährlich ist Covid-19 für dein Baby, Säugling oder Kleinkind?

Hinweis: Dieser Artikel wurde zu beginn der Corona-Pandemie in Deutschland erstellt. Die darin enthaltenen Informationen und Daten sind daher eventuell veraltet.

Seit März steigt die Anzahl der Menschen, die sich mit dem neuen Coronavirus infiziert haben, in Deutschland stark an. Das Schlimmste dabei ist jedoch die Panik, die sich unter einigen Menschen ausbreitet. Daher haben wir dir hier ein paar Informationen zusammengestellt ohne die allgemeine Panikmache.

Dazu geben wir dir ein paar Tipps, was du jetzt tun solltest.
Doch zunächst ein paar Infos zum Coronavirus.

Was ist Covid-19?

Coronaviren sind große, runde Viren, die eine Hülle besitzen. Wobei „groß“ hier im Verhältnis zu anderen Viren steht, natürlich sind sie nicht für das bloße Auge sichtbar. Mit einem dem Elektronenmikroskop betrachtet, erkennt man eine runde Form, die einer Krone oder einem Krank ähnelt. Von dieser Form ist der Name des Virus abgeleitet, Corona= lateinisch für Krone.
Es gibt hunderte unterschiedliche Arten von Coronaviren, die je nach Eigenschaften andere Wirte befallen und unterschiedliche Symptome hervorrufen.

Je nach Wirt erzeugt das Virus verschiedene Symptome. „Das“ Coronavirus ist daher eine falsche Bezeichnung, weshalb unser aktueller Covid-19 stattdessen als „das neue“ Coronavirus bezeichnet wird.

Geläufige Bezeichnungen für das Coronavirus aus China von 2020:

  • Covid-19
  • Neuer Coronavrus
  • SARS CoV 2

Die offizielle internationale Bezeichnung für den aus China stammenden Virus ist Covid-19.

Ein Coronavirus kann Säugetiere, Vögel und Fische befallen, ein Austausch zwischen verschiedenen Arten von Lebewesen ist jedoch selten. Hat sich ein Virus einmal in seiner Entwicklung auf eine Art Wirt festgelegt, bleibt er zumeist bei diesem. Daher ist Covid-19 auch nicht auf Hunde und Katzen übertragbar und dein Kind weniger gefährdet.

Der aktuelle Coronavirus Covid-119 lässt sich mit Hände waschen bekämpfen. Zusätzlich kannst du ein Desinfektionsmittel verwenden, zum Beispiel Sterilium (Amazon-Link)!

 

Wie lang ist die Inkubationszeit bei Covid-19?

Nach der Ansteckung kann es bis zu 14 Tage dauern, bis Symptome auftreten. Behalte dein Kind daher gut im Auge, nachdem es auf Kindergeburtstagen oder auf andere Art in Kontakt mit anderen Kindern war. Zwar kann es sich auch an anderen Orten anstecken, bei Kontakt mit vielen Menschen ist die Wahrscheinlichkeit aber höher.

Woran erkenne ich Corona beim Kind? – Symptome

Die Symptome bei einer Infektion mit Corona sind unterschiedlich und natürlich kann ein Kleinkind Beschwerden schlecht mitteilen. Du kennst dein Kind, beobachte es und beurteile dann, ob eines der folgenden Symptome bei deinem Kind zutrifft:

  • Fieber
  • trockener Husten und Auswurf
  • Rachenentzündung
  • Nasenentzündung, Schnupfen
  • Muskel- und Gliederschmerzen
  • Müdigkeit
  • Kopfschmerzen
  • Übelkeit, Brechreiz
  • Durchfall

Dabei kann die Stärke dieser Symptome stark variieren. Dazu kommt, dass dein Baby nicht nur nicht sprechen, sondern sich allegmein schlecht mitteilen kann. Kleinkindern fällt es oft schwer, Schmerzen zu lokalisieren. Kopfschmerzen oder Halsschmerzen kann es vielleicht noch nicht zuordnen. Achte daher auf das „Gesamtpaket“.

Dass die Symptome bei Corona denen einer Grippe zum Verwechseln ähnlich sehen, macht es für Eltern nicht leichter. Zudem zeigen viele Kinder einige dieser Symptome auch bei einem Wachstumsschub oder wenn sie Zahnen.

In besonders harten Fällen kann Covid-19 die folgenden Symptome hervorrufen:

  • Lungenentzündung
  • Atemnot, Kurzatmigkeit
  • gesteigerte Atemfrequenz
  • Brustschmerzen
  • akute Lungenschädigung

Bei Kindern kommt aufgrund des Fiebers oft noch eine Lethargie und geistige Abwesenheit dazu.

 

Verdacht auf Corona beim Kind – Was tun?

Eine genaue Diagnose ist nur möglich, wenn der Arzt einen Abstrich macht und diesen in einem Labor untersuchen lässt. Vor allem bei Kleinkindern und Säuglingen solltest du jedes Anzeichen einer Grippe ärztlich abklären lassen, spätestens beim Auftreten von Fieber. Sobald dein Kind Fieber hat, gehört es zum Kinderarzt.
Mit unseren Artikeln „Erste Hilfe beim Baby“ und „Baby-Notfall“ kannst du dich auf allgemeine Notsituationen vorbereiten, dann bist du im Ernstfall etwas ruhiger.

Bild: Weiterbildung mit Kind - Link zur SGD

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Wie oft stecken sich Kinder mit dem Coronavirus an?

Ja, es gibt Berichte von an Covid-19 verstorbenen Kindern und Jugendlichen. Gemessen an der Gesamtzahl an Menschen, die in dieser Oandemie verstorben sind, ist ihre Zahl jedoch gering. Bis jetzt haben sich Kinder und Kleinkinder sehr selten angesteckt, auch wenn die Eltern infiziert waren.

Es scheint, als wäre Corona bei Kleinkindern nicht ganz so aggressiv wie bei Erwachsenen, denn auch wenn sie positiv getestet wurden: Nach aktuellem Stand verkraften Kleinkinder und Kinder das Coronavirus sehr gut. Sie zeigen selten Symptome und werden seltener krank als Erwachsene.

Von den bisher bekannten Todesfällen bei Kindern sind keine Informationen zu Vorerkrankungen bekannt, auch nicht, ob die Eltern rechtzeitig beim Arzt waren. Daher gilt: Wenn dir dein Gefühl sagt, dein Kind ist krank: AB zum Arzt! Der gesunde Menschenverstand ist oft die beste Vorsorge.

In den Nachrichten wird von geschlossenen Kitas und Schulen berichtet. Diese Maßnahmen werden vorsorglich getroffen, damit infizierte Kinder oder Betreuer das Virus nicht weitergeben.

 

Coronavirus auf Windeln und Babynahrung? Kann das sein?

Ja und nein. Selbst wenn deine Windeln in China produziert werden: Durch den langen Transportweg und die allgemeingültigen Hygienevorschriften ist es extrem unwahrscheinlich, dass das Virus auf Verpackungen von China zu dir nach Hause kommt. Das Virus kann zwar auf Oberflächen überleben, es ist dafür aber nicht geschaffen. Es benötit einen Wirt. Daher müssten sich große Mengen an Erregern auf einer Verpackung befinden, um eine Ansteckung zu ermöglichen.

Wahrscheinlicher ist, dass jemand im Geschäft auf die Packung hustet, aber speziell Produkte aus China musst du nicht meiden.
Tipp: Wenn du unsicher bist, pack deine Produkte noch im Geschäft oder zuhause direkt aus. Gegenstände kannst du desinfizieren, bevor du sie deinem Baby zum Spielen gibt, zum Beispiel mit .

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Übertragungswege für Covid-19 – Schutz für dein Kind
Es gibt mehrere Übertragungswege für Covid-19. Die häufigste Übertragung zwischen Menschen findet per

  • Tröpfcheninfektion
  • Kontaktinfektion oder
  • Schmierinfektion

statt. Die Gefahr der Ansteckung besteht auch, wenn jemand keine Symptome zeigt. Diese Menschen gelten dann als Träger der Erkrankung.

Covid-19: Ansteckung per Tröpfcheninfektion

Das Coronavirus kann durch eine sogenannte Tröpfcheninfektion übertragen werden. Diese Übertragung kann direkt von einem Menschen zum nächsten stattfinden, wenn Virus-haltige Tröpfchen an die Schleimhäute der Atemwege gelangen. Auch eine indirekte Übertragung ist möglich, wenn Hände mit

  • Mundschleimhaut
  • Nasenschleimhaut oder der
  • Augenbindehaut

in Kontakt kommen.

Bei Babys stellt dies natürlich ein Problem dar, da sie alles Mögliche in den Mund nehmen, wenn sie die Welt erkunden.

Covid-19: Maßnahmen gegen Tröpfcheninfektion bei Kindern

Achte darauf, dass dein Kind nicht angehustet wird. Die Tröpfcheninfektion kann noch im Abstand von etwas über einem Meter stattfinden, per Husten, Atmen oder Nase putzen. Du solltest daher niemanden in die Nähe deines Kindes lassen, bei dem die Gefahr einer Infektion besteht.

Zusätzlich gilt: Hände waschen! Zusätzlich kannst du mit Sterilium desinfizieren (Amazon-Link)

Übertragung von Corona durch Schmierinfektion

Schmierinfektion bezeichnet die indirekte Übertragung, also Gegenstände oder Hände. Dazu gehören Türklinken, Haltegriffe im Bus, Geländer, Autotüren und viele Weitere. Es genügt, wenn jemand in seine Hand hustet und dann eine Türklinke anfasst. Der Nächste hat dann die Viren an der Hand und gibt sie weiter.

Handlungsempfehlung: Vermeidung von Schmierinfektion mit Corona.

Berühre Gegenstände möglichst wenig mit den bloßen Händen. Öffne zum Beispiel Türen mit dem Ellenbogen. Bei Kindern kann das Berühren von Gegenständen natürlich nicht immer überwacht werden. Du kannst aber zum Beispiel darauf achten, dass sie Gegenstände nicht in den Mund nehmen und Spielzeug nicht teilen. Bei Säuglingen und Kleinkindern kannst du Freunde und Verwandte bitten, sie nicht anzufassen, auch wenn sie noch so süß sind.

Es gibt Fälle, in denen das Virus im Kot nachgewiesen wurde. Dieser Infektionsweg gehört ebenfalls zu den Schmierinfektionen. Ob man sich auch auf diese Art anstecken kann, ist jedoch noch nicht bekannt. Da du zwar deinem Baby die Windeln wechselst, dein Baby aber nicht mit deinem Kot in Kontakt kommt, besteht beim Wickeln keine Gefahr für dein Kind.

Beim Wickeln gelten daher die üblichen Hygieneempfehlungen: Wasche dir nach dem Wickeln deines Kindes die Hände mit warmem Wasser und Seife. Den Wickeltisch solltest du reinigen.

Handlungsempfehlung 2 gegen Schmierinfektion bei Corona

Um dein Kind vor einer Infektion zu schützen achte darauf, dass es nicht mit Toiletten in Berührung kommt. Egal ob im Verein, bei Freunden oder zuhause: Kinderhände haben nichts in der Toilette verloren!

Vor Allem der Kontakt mit öffentlichen Toilettenanlagen sollte vermieden werden:

  1. Halte dein Kind über die Toilette
  2. lass es Hände waschen und
  3. achte darauf, dass seine Kleidung oder Schnuller nicht mit der Umgebung in Berührung kommen.

Diese Maßnahmen sind übrigens allgemeine Hygienehinweise und auch ohne eine Corona-Epidemie zu beachten. Sie schützen vor vielen Infektionen und Erkrankungen.

 

Ist Corona in der Schwangerschaft gefährlich für mein Kind?

Grundsätzlich ist es möglich, dass in der Schwangerschaft Erreger von der Mutter auf das Ungeborene übertragen werden. Es ist zum Beispiel erwiesen, dass die Plazenta durchlässig für Herpesviren ist. Das neue Coronavirus scheint jedoch nicht durch die Plazenta durch zu kommen.
Bei einer Studie mit Corona-infizierten Frauen im letzten Schwangerschaftsdrittel konnte Covid-19 weder im Fruchtwasser, noch im Nabelschnurblut nachgewiesen werden. Bisher gab es jedoch nur wenige mit Covid-19 infizierte Schwangere, daher ist dieses Ergebnis nicht wissenschaftlich erwiesen.

 

Darf ich mit Corona Stillen?

Die gute Nachricht: Auch in der Muttermilch der infizierten Frauen gab es keine Spuren des neuen Coronavirus. Es scheint also, dass du dein Baby nicht auf diese Art anstecken kannst. Allerdings gab es bisher auch für diesen Fall nur wenige Beispiele mit infizierten Müttern, diese Studie ist daher noch nicht allgemeingültig. Die Chancen stehen aber gut für dich und dein Baby.

Tipp für Stillende Mütter: Auch wenn Covid-19 in der Muttermilch bisher nicht nachgewisen werden konnte: Sobald du selbst Symptome einer Corona-Infektion zeigst, musst du aufpassen. Bei Fieber oder anderen Grippesymptomen kann dein Allgemeinbefinden zu schwach sein, um zu Stillen.

Corona-Übertragung über Tiere

Mein Kind schmust gerne mit Tieren, ist das gefährlich?
Nein, das neue Coronavirus überträgt sich nicht auf Tiere wie Hunde und Katzen. Das heißt, dein Kind kann sich nicht bei einer freilaufenden Katze oder einem Hund anstecken.
In China wurde angeblich ein Hund positiv auf Covid-19 getestet, aber die Viren wurden lediglich auf der Schnauze gefunden, nicht im Körper des Hundes. Er hatte sie also am Körper, war aber nicht infiziert.

Bild: Weiterbildung mit Kind - Link zur SGD

Du möchtest deine Elternzeit für eine Weiterbildung nutzen? Vielleicht sogar deinen Schulabschluss nachholen?
In unserem Artikel "Weiterbildung mit Kind" erfährst du mehr zum Thema Fortbildung!

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