Hitze in der Stillzeit – So überstehst du den Sommer

von | Aug 5, 2018 |

Als stillende Mama bist du körperlich und geistig stark gefordert. Bevor dir die aktuelle Hitzewelle noch mehr zu schaffen macht, hat BabySOS ein paar Tipps für dich zusammengestellt, mit denen du dir den Sommer ein bisschen besser erträglich machen kannst.

Der Sommer mit Baby ist wundervoll

Der Sommer mit Baby ist wundervoll

In Deutschland herrscht diesen Sommer eine Hitzewelle, wie wir sie lange nicht erlebt haben. Vielleicht hat dir das Wetter in der Schwangerschaft schon zu schaffen gemacht. Du hast dann den Schatten gesucht, dich geschont und auf deinen Körper gehört. Doch jetzt ist dein Baby auf der Welt. Der Alltag holt dich ein und zusätzlich musst du dein Baby beaufsichtigen. Auch die Produktion der Muttermilch fordert Energie. Mit unseren Tipps kannst du die Hitze erträglich machen.

 

Viel trinken ist bei der Hitzewelle wichtig

Hitze kann sehr gefährlich sein. Es ist wichtig, dass du als stillende Mutter viel trinkst, damit du genug Muttermilch für dein Kind herstellen kannst und deinen Kreislauf in Schwung hältst.

Als grober Richtwert gilt: 2 Liter Flüssigkeit braucht ein erwachsener Mensch am Tag. Dieser Wert variiert natürlich, kein Mensch gleicht dem anderen.
Viele Faktoren  beeinflussen deinen Flüssigkeitsbedarf, dazu zählen:

  • Größe und Gewicht
  • sportliche Aktivitäten
  • Schwitzen
  • Ernährung
  • Aussentemperatur
  • Luftfeuchtigket
  • Hitzewelle

Nimm dir am besten die 2 Liter als Richtwert, alles darüber ist gut. Solange du bei den derzeitigen sommerlichen Temperaturen über 30 Grad nicht mehr als 7-8 Liter Wasser am Tag trinkst, schadest du deinem Körper nicht.

 

Wie merkst du, dass du zu wenig getrunken hast?

Wir alle schwitzen jetzt enorm. Dadurch verliert der Körper viel mehr Flüssigkeit, als bei kühlem Wetter. Wenn du diesen Verlust nicht ausgleichst, kannst du verschiedene Symptome von Flüssigkeitsmangel an dir beobachten.

  • Du bekommst Durst.
  • Dein Mund wird trocken
  • Deine Augen tun weh (Dies kann auch an zu viel Sonneneinstrahlung liegen, trage am besten draußen eine Sonnenbrille)
  • Du bekommst Kopfschmerzen
  • Dir wird Schwindlig
  • Dein Kreislauf macht schlapp
  • Du stellst weniger Muttermilch her

Ein guter Indikator dafür, ob du genug trinkst, ist die Farbe deines Urins. Je dunkler und bernsteinfarbener er ist, umso mehr Flüssigkeit fehlt deinem Körper. Ist dein Urin hellgelb und fast durchsichtig, ist alles in Ordnung.

 

Trinken im Sommer: Tee uns Wasser sind am besten

Natürlich ist in der Stillzeit Alkohol tabu, da  dein Baby diesen über die Muttermilch aufnimmt. Aber in einer Hitzewelle wie der Jetzigen ist auch von Getränken wie Limonade, Cola, Eistee, etc. abzuraten. Diese Getränke enthalten Zucker und löschen den Durst deshalb nicht so gut.
Auch Milchshakes kühlen nur kurzfristig und regulieren den Flüssigkeitshaushalt auf Dauer nicht.
Besser für deinen Körper sind Wasser und Tee.

Ein einfaches Rezept für ein leckeres Getränk: Gebe ein paar Himbeeren und einen Spritzer Zitrone in eine Flasche mit kühlem Wasser. Etwas warten, und du hast ein leckeres und gesundes Getränk, dass deinen Durst löscht und den Körper bei der Hitze erfrischt.

 

Erfrischendes Sommergetränk: Wasser mit Himbeeren

Erfrischendes Sommergetränk: Wasser mit Himbeeren

Kalte Getränke können bei Hitze schaden

Dein Getränk darf aber nicht zu kalt sein, sonst versucht dein Körper, den Temperaturunterschied auszugleichen. Dabei verbraucht er Energie und die brauchst du für dein Baby. Gekühlte Getränke sind daher besser verträglich als Eiskalte. Am besten von deinem Körper zu verarbeiten sind jedoch Flüssigkeiten auf Zimmertemperatur. Auch hier bietet sich wieder Wasser an. Wenn du es im Keller oder in der Wohnung aufbewahrst, bleibt es auf einer angenehmen Trinktemperatur.

 

Flüssigkeit durch Obst

Viel Flüssigkeit nehmen wir über das Essen zu uns. Besonders viel Wasser enthalten Wassermelone und Beeren. Wenn du merkst, dass du zu wenig getrunken hast, aber Schwierigkeiten hast, mehr zu trinken, dann gönne dir doch ein schön kühles Stück Wassermelone. Das gleicht deinen Flüssigkeitshaushalt aus und sättigt gleichzeitig. Der Zuckeranteil in Wassermelone ist im Vergleich zu anderem Obst wie Nektarinen oder Pfirsichen sehr gering, deine Figur leidet also nicht darunter.
Für dein Baby ist Obst in den ersten Wochen noch nicht geeignet.

 

Die Hitze bekämpfen

Bei hohen Temperaturen ist ein Ventilator der beste Freund Aller. Achte aber bitte darauf, dass dein Baby nicht direkt im Luftzug des Ventilators liegt. Der kleine Körper kühlt schneller ab als du, und eine Erkältung ist im Säuglingsalter kein Zuckerschlecken.

Vermeide es dich in den Luftzug, beziehungsweise in die Zugluft zu setzen, auch wenn du es als angenehm empfindest. Deine Muskeln kühlen sonst aus und können Schaden nehmen. Dieser kann sich durch schmerzhafte Muskeln am Hals („Steifer Hals“) oder eine Entzündung am Auge äußern. Stelle den Ventilator lieber so, dass du nur indirekt von ihm angepustet wirst.

 

Sommer mit Baby: Schütze dich vor der Hitze

Sommer mit Baby: Schütze dich vor der Hitze

Die Hitze bekämpfen: Wohnung abkühlen

Nicht jeder verfügt über eine Klimaanlage. Trotzdem kannst du die Temperatur in deiner Wohnung während der Hitzewelle etwas beeinflussen.
Neben dem altbekannten „Fenster zu und Rollladen runter“ gilt:
Öffne in den Morgenstunden die Fenster und erzeuge Durchzug. So kannst du die kühle Luft von draussen in die Wohnung lassen! Tagsüber dann dichtmachen. Damit hältst du die Hitze außerhalb der Wohnung.

Oft reicht das jedoch nicht aus. Wenn du leicht angefeuchtete (nicht nasse) Tücher in den Raum hängst und den Ventilator darauf richtest, verdunstet das Wasser schnell. Dabei wird der Umgebung Energie in Form von Wärme entzogen und die Luft wird kühler. Hier ist allerdings etwas Vorsicht geboten: Wird die Luftfeuchtigkeit im Raum zu hoch, dann empfinden wird Hitze noch drückender.
Zudem fördert hohe Luftfeuchtigkeit das Risiko für Schimmel. Passe hier ein wenig auf.

 

Die Hitze bekämpfen: Den Körper abkühlen

Kühle Tücher in Nacken und auf der Stirn verschaffen dir zusätzlich etwas Abkühlung.
Wenn du Nachts wegen der Hitze nicht schlafen kannst, kannst du dir eine Wärmflasche mit kühlem Wasser füllen und zwischen die Oberschenkel legen. Das kühlt den Körper runter.
Die gleiche Wirkung haben auch kalte Wickel an Armen und Beinen, jedoch nur, solange sie kühl sind. Sobald sie durch die Körpertemperatur aufgewärmt wurden, hilft es leider nicht mehr.

Achtung: Diese Maßnahmen sind nicht für dein Baby geeignet! Dein Säugling würde zu schnell abkühlen.

Weitere Informationen über Ernährung in der Stillzeit erhältst du in unseren Artikeln „Ernährung in der Stillzeit“ und „Stillen leicht gemacht„.

 

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