Mastitis

von | Nov 27, 2018 |

Ein Milchstau kann sich schnell zu einer Mastitis entwickeln. Die Übergänge sind quasi fliessend. Beobachte deinen Körper, dann fallen dir Probleme schneller auf.

Was ist eine Mastitis?

Solltest du deinen Milchstau ignorieren oder nicht ausreichend behandeln, kann es zu einer sogenannten Mastitis kommen. Dies ist die Steigerung und mit noch mehr Krankheitserscheinungen verbunden. Die Symptome sind stärker und die Erkrankung ist gefährlicher.

 

Ursachen einer Mastitis

Solltest du einen Milchstau gehabt haben, ohne ihn zu behandeln, kann es passieren, dass er sich zu einer Mastitis entwickelt. Genauere Gründe der Brustentzündung sind:

Zu viel Milch in der Brust

Zu viel Milch in der Brust wird in das umliegende Gewebe gedrängt. Das führt dazu, dass sich das Immunsystem einschaltet, da es denkt, dass es etwas bekämpfen muss. Somit entsteht eine Brustentzündung.

Risse an der Brustwarze

Durch sogenannte Rhagaden, Risse, können Keime in den Körper eindringen und eine Mastitis verursachen.

Mastitis durch Eisenmangel oder Überlastung

Wie schon oben erwähnt, kannst du Probleme beim Stillen bekommen, wenn du dir zu viel aufhalst. Doch auch Eisenmangel kann eine schlechte Abwehr von Infekten bewirken. Das passiert meistens erst nach einigen Wochen.

 

Symptome einer Mastitis

Die Symptome einer Mastitis unterscheiden sich zu denen bei einem Milchstau kaum. Allerdings kann das Fieber deutlich höher und die Schmerzen stärker sein. Solltest du eine Mastitis haben oder vermuten, musst du dich unbedingt an einen Arzt oder eine Hebamme wenden, damit ihr gemeinsam überlegen könnt, was ihr macht.

 

Behandlung von Mastitis: Was kannst du tun?

Du solltest alles beachten, was du auch bei einem Milchstau tun solltest. Allerdings gibt es bei einer Mastitis noch zusätzlich ein paar Maßnahmen, die du ergreifen solltest. Suche definkitiv einen Arzt auf, denn eine Mastitis ist eine ernst zu nehmende Krankheit.

Absolute Bettruhe!

Solltest du hohes Fieber haben, wirst du es wahrscheinlich von alleine tun, aber du solltest auf jeden Fall im Bett bleiben. Wenn du dich zu viel bewegst, verteilen sich die Keime schneller im Körper und es dauert länger, bis es dir wieder besser geht.

Brust regelmäßig leeren

Auch wenn es dir Schmerzen bereitet, solltest du am besten dein Kind stillen. Sollte das nicht gehen, solltest du deine Brust von Hand leeren. Wichtig ist, dass du genügend Milch ablässt, um den Druck zu verringern. Alle zwei Stunden ist der empfohlene Zeitraum, der dir Linderung verschaffen wird.

Antibiotikum bei Mastitis

Wenn es dir nach 24 Stunden noch nicht besser geht oder deine Symptome am Ende noch schlimmer werden, kann dir dein Arzt ein Antibiotikum verschreiben. Du solltest unbedingt darauf achten, dass es dafür geeignet ist, dass du weiterhin stillen kannst. Ein normales Antibiotikum, etwa von deiner letzten Grippe, eignet sich nicht! Dieses kann durch die Muttermilch von deinem Baby aufgenommen werden und ihm Schaden.

Viel Flüssigkeit

Du solltest auf keinen Fall weniger trinken als sonst. Gerade, wenn du Fieber hast, ist es wichtig, dass du genug Flüssigkeit zu dir nimmst. Wenn du viel trinkst, wird auch deine Brust „durchgespült“. Mastitis ist eine starke Entzündung und bei Entzündung gilt allgemein die Devise: Wasser und Tee helfen!

Schmerzmittel gegen die Symptome

Sollte deine Mastitis derat schmerzhaft sein, dass es nicht anders gehen, kannst du deinen Arzt um ein Schmerzmittel bitten. Denke auch hier daran, dass es beim Stillen genommen werden darf. Nicht jedes Schmerzmittel ist in der Stillzeit geeignet!

Hol dir Hilfe im Haushalt

Du brauchst Bettruhe! Das heißt auch, dass du in dieser Zeit keinen Haushalt schmeißen kannst. Sollte dein Partner oder andere Familienmitglieder keine Zeit dafür haben, kann dir dein Arzt auch eine Haushaltshilfe für die Zeit verschreiben.

 

Nebeneffekte bei einer Mastitis

Solltest du trotz einer Mastitis dein Kind weiter stillen: Chapeau!
Allerdings kann es sein, dass dein Baby dann nicht mehr richtig trinkt. Durch die Mastitis kann die Milch salzig schmecken, weshalb sie deinem Kleinen vielleicht nicht mehr schmeckt. Dadurch ergibt sich ein ganz anderes Problem beim Stillen: Dein Baby verweigert die versalzene Milch! In diesem Fall solltest du ihm die andere Brust geben und die betroffene Brust ein paar Tage abpumpen.