Mein Baby schläft nicht

von | Aug 22, 2018 |

Babys schreien, um etwas mitzuteilen

Babys schreien, um etwas mitzuteilen

Du bist hundemüde, seit Stunden wach, aber dein Baby schläft nicht? Es kann viele verschiedene Gründe für die Schlaflosigkeit deines Babys geben. Unsere kleinen Mäuse sind besonders in den ersten Monaten sehr sensibel und brauchen enge Körpernähe, um Geborgenheit zu empfinden. Daher ist es ganz normal, dass Babys die ersten 6-12 Wochen Probleme beim Einschlafen haben und selten organische Ursachen vorliegen.

Das Schlafbedürfnis ist gerade bei Neugeborenen sehr unterschiedlich. Babys können 16 – 18 Stunden täglich schlafen, allerdings nie mehr als 1,5-3 Stunden am Stück. Zudem ist ihr Schlaf oft relativ unruhig, da die Tiefschlafphasen noch nicht ausgeprägt sind.

Die allgemeingültige Formel des Schlafens für Babys gibt es nicht, aber einige Methoden und Hinweise, die du befolgen kannst, um deinem Schatz das Schlafen zu erleichtern.

 

Geräusche helfen beim Einschlafen

Während der Schwangerschaft hört dein Baby viele angenehme Geräusche, wie das Pulsieren der Nabelschnur, das Schlagen deines Herzens sowie das Rauschen deines Blutes. Das vermittelte deinem Baby Ruhe und Geborgenheit.

Föhngeräusche lassen jedes Baby schlafen

Föhngeräusche lassen jedes Baby schlafe

Mit den folgenden Optionen kannst du versuchen diese angenehme Situation aus dem Mutterleib nachzustellen:

  • Föhn / Staubsauger / Dunstabzugshaube anstellen
  • Leichte Shhhh-Geräusche mit dem Mund machen
  • Ruhige Musik aus der Natur

Wenn du deinen Staubsauger und Co. nicht stundenlang laufen lassen möchtest: Kein Problem! Drücke einfach auf den rosanen Playbutton und schon hast du bis zu zwei Stunden Föhngeräusche in Dauerschleife. Dein Baby wird es lieben!

 

Pucken: Die ultimative Einschlafhilfe für dein Baby

Was ist Pucken?

Pucken ist die Technik, bei der du dein Baby auf eine bestimmte Art möglichst fest in ein Tuch oder eine Decke wickelst. Die meisten Säuglinge beruhigen sich durch diese Methode schon nach ein paar Minuten. 

Was bringt Pucken?

Für das Pucken gibt es zwei gute Gründe:
Es schwächt den Moro-Reflex der Kleinen. Er ist der erste primitive Reflex deines Babys, den es jedoch nicht kontrollieren kann. Es breitet schlagartig bei Geräuschen, Lichtveränderungen, Gerüchen und Berührungen seine Arme und Beine aus. Diese unkontrollierten Bewegungen lassen deinen Schatz erschrecken und reißen ihn aus seiner Entspannung. Durch die fixierten Gliedmaßen, in dem eng umwickelten Tuch, ist die schlagartige Bewegung stark eingeschränkt und wirkt sich somit weniger störend auf den Babyschlaf aus.

Der zweite Grund, der für das Pucken spricht, ist der Wohlfühlfaktor. Das Pucken versetzt deinen Schatz in die enge, wohlige Position aus dem Mutterleib zurück. Vierzig Wochen war es, begrenzt durch deinen Bauch, fest umschlossen und plötzlich ist da so unheimlich viel Freiraum.
Ein Tuch aus Baumwolle, wie die Mullwindel in der Größe 80cm x 80cm eignet sich am besten für die Puck-Methode. Im Handel bekommst du jedoch auch spezielle Pucktücher oder Pucksäcke zu kaufen. Preislich liegen diese um die € 20,-.

Wie pucke ich mein Baby?

Gerade beim ersten Mal pucken viele Mamis und Papis ihre Kleinen zu leicht. Das hat zur Folge, dass sie sich schnell aus dem Tuch strampeln. Also versuche, auch wenn es dich Überwindung kostet, deinen Schatz möglichst fest einzuwickeln. Du brauchst keine Angst zu haben, dein Baby kann sich jeder Zeit aus dieser Lage befreien. Desto fester du es wickelst, desto länger braucht es sich frei zu strampeln.

 

Anleitung Pucken – So funktioniert es!

Schritt 1: Lege das Tuch gerade auf die Wickelunterlage

Schritt 2: Lege dein Baby mit dem Nacken auf die obere Kante des Tuches 

Schritt 3: Überkreuze die Hände deines Schatzes auf dem Bauch 

Schritt 4: Ziehe nun die rechte und die linke obere Ecke straff über den Babykörper

Schritt 5: Winkel die Beine zum Körper hin an und halte sie mit einer Hand fest

Schritt 6: Ziehe jetzt den restlichen unteren Teil des Tuches bis zur Brust deines Sprösslings (sollte das Tuch etwas zu lang sein, schlage es einfach ein)

Schritt 7: Wickel die jeweiligen Seiten fest bis zum Rücken um dein Baby rum

Schritt 8: Fixiere nun zum Schluss die Ecke unter dem Umschlag

 

Unsere Anleitung zum Pucken ist zu theoretisch? In unserem Video „Pucken“ kannst du alle Schritte direkt sehen und nach machen:

 

BabySOS-Warnung zum Pucken: Pucken hilft deinem Baby, sanft einzuschlafen. Doch es gibt immer wieder Diskussionen, ob diese Technik gut für Babys ist. Daher hier ein paar der Gefahren, die mit dem Pucken einher gehen können:

Trägt dein Baby eine Spreizhose, darfst du es nicht pucken. Die Spreizhose soll eine Hyftdysplasie ausgleichen und verträgt sich nicht mit dem fest Einwickeln.
Bei sehr warmen Temperaturen oder Fieber ist Pucken gefährlich. Auch wenn dein Baby sich jederzeit selbst aus dem Tuch befreien kann, kann sich darunter ein gefährlicher Hitzestau bilden. Dann wird deinem Kleinen zu warm und es kann sogar seiner Gesundheit schaden.
Auch wenn dein Baby eine Krankheit hat, die es schwächt, kann es sich vielleicht nicht selbstständig aus dem Tuch befreien. Dann solltest du auf jeden Fall auf das Pucken verzichten.

 

Zu viele Reize stören beim Schlafen

Viele Mamis und Papis wollen für ihr Baby nur das Beste und hängen mit großer Freude am Babybettchen ein Mobile auf. Oft kann das Drehen der Spielsachen, sowie die spielende Musik und Lichter die Kleinen ablenken. Sie werden durch das Beobachten vom Schlafen abgehalten und lernen nicht, dass es Zeit zum Schlafen ist.
Das Dämpfen oder Ausschalten des Lichtes im Babyzimmer ist ebenfalls ein wichtiger Punkt, um die Schlafsituation zu verbessern.

 

Beruhigungsmethoden nicht ständig Wechseln

Für Säuglinge ist ruhiges Verhalten wichtig. Dein Baby schläft nicht, wenn du ständig die Beruhigungsmethoden änderst. Das ständige Wechseln von streicheln, singen, tragen oder Händchen halten, führt bei den Kleinen zur Unruhe. Achte darauf, möglichst eine Methode anzuwenden und bei dieser zu bleiben. Auch das In-den-Schlaf-Wiegen ist diesbezüglich kontraproduktiv und wirkt schlafstörend.

 

Die richtige Zimmertemperatur zum Einschlafen

Babys mögen es überhaupt nicht, wenn der Raum zu warm beheizt ist. Die optimale Temperatur liegt zwischen 16 und 19 Grad, alles darüber lässt deinen Schatz unruhiger werden. Am besten stellst du dir ein Thermometer parat, um immer die Raumtemperatur im Blick zu haben.

 

Manche Babys liegen nicht gerne

Das flache auf dem Rücken Liegen empfinden manche Säuglinge als äußerst unangenehm. Durch die starke Stimulation des Gleichgewichtszentrums im Gehirn wird ihnen schwindelig. Ist das der Fall, musst du dein Baby langsam an das Liegen gewöhnen. Dazu wickelst und bettest du deinen Schatz in der Schräglage und führst ihn Schritt für Schritt an das flache Liegen heran.

 

Dein Baby braucht Routine

Man könnte meinen, bei einem Baby sei eine Schlafroutine noch verfrüht, aber gerade für die ganz Kleinen sind gleiche, regelmäßige Abläufe von großer Bedeutung.
Angenehme und beruhigende Rituale, wie eine Massage oder ein Babybad, vor dem Schlafengehen helfen dein Baby auf den Schlaf vorzubereiten, sowie die Einschlafbereitschaft der Kleinen zu erhöhen. Gerade die Babymassage ist momentan ein großer Trend bei den Mamis. Sie wirkt sich nicht nur positiv auf den Schlaf deines Babys aus, sondern fördert auch die Vitalfunktionen.

 

Alle Tipps zum Einschlafen helfen nicht?

Befindest du dich genau an diesem Punkt? Total ausgelaugt und übermüdet, du hast alle Methoden ausprobiert, aber noch immer schläft dein Baby nicht? Dann empfiehlt dir BabySOS, über professionelle Hilfe nachzudenken. Sofern du es noch nicht getan hast, ist der Gang zum Kinderarzt. Er schließt organische Gründe aus, die die Schlafprobleme verursachen könnten. Auch Hilfe von Schlafexperten ist in vielen Fällen hilfreich und kann neue Ansätze aufzeigen.

 

Was tun, wenn dein kleiner Schatz nicht mehr aufhört zu weinen? Dann findest du unter Hilfe, mein Baby schreit! hilfreiche Tipps.

 

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Dein Baby schläft nicht? Oft sind es Kleinigkeiten, die deinen Schatz wachhalten. BabySOS hilft dir dein Baby endlich schlafen zu lassen. Lese jetzt wie!
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