Jun 19, 2021

Hautreaktionen, die durch Sonnenlicht ausgelöst werden, nennt man Sonnenallergie. Dazu gehört neben dem allgemein bekannten Sonnenbrand auch die Mallorca-Akne und andere Hautreaktionen. Der Begriff Sonnenallergie ist daher sehr weit gefasst. Die Diagnose „Sonnenallergie“ bedeutet nicht automatisch, dass dein Kind die Sonne komplett meiden muss.

Was ist eine Sonnenallergie?

Bei einer Sonnenallergie handelt es sich nicht um eine klassische Allergie, bei der es zu einer Überreaktion des Immunsystems kommt. Vielmehr zeigen sich allergieähnliche Symptome, die als Reaktion auf das Sonnenlicht entstehen. Zu den häufigsten Symptomen gehören:

  • juckende Haut
  • brennende Haut
  • Rötungen
  • Blasen
  • Quaddeln
  • Hitzepickel

Auch ein Kreislaufversagen ist möglich.

Woher kommt eine Sonnenallergie?

Der Grund für eine Sonnenallergie ist ein Versagen des natürlichen Schutzmechanismus der Haut. UV-Strahlung wird nicht ausreichend aus dem Sonnenlicht heraus gefiltert und eine Sonnenallergie entsteht. Die Langzeitschäden einer Sonnenallergie können leider sehr verheerend sein: Jeder Sonnenbrand erhöht die Gefahr von Hautkrebs. Schütze dein Kind daher vor der Sonne, denn einige Folgen treten oft erst nach Jahren auf.

Bild: Das Logo von BabySOS!

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Wie sieht eine Sonnenallergie aus?

Säuglinge reagieren schneller als Erwachsene auf Sonnenlicht, weil der körpereigene Schutzmechanismus der Haut noch nicht richtig ausgebildet ist. UVA-Strahlung und UVB-Strahlung erreichen somit ungefiltert tiefere Bereiche der Haut, der Köper reagiert.

 
Schnell kommt es auch zu einer Schädigung der Haut. Am häufigsten zeigen sich die Symptome bei Babys im Gesicht. Vor allem auf den sogenannten „Sonnenterrassen“ wie Nase, Kinn und Stirn zeigt die Haut schnell Verbrennungen, Blasen oder Quaddeln. Hinzu kommt meist ein Juckreiz. Eine Sonnenallergie kann sehr belastend sein. Wenn du dein Kind vor der Sonne schützt, kannst du sie aber vermeiden.
 

Wie schütze ich mein Kind vor der Sonne?

Der beste Schutz ist Vermeidung: Schütze dein Baby vor direkter Sonnenstrahlung. Dafür musst du es aber nicht im Dunkeln großziehen, mit den richtigen Maßnahmen kannst du es ohne große Sorge mit in die Welt nehmen.

Schutz vor Sonnenallergie: Vermeide die direkte Sonne

Achte darauf, dass dein sich dein Baby im Schatten befindet. Unter Bäumen und Sonnenschirmen ist es geschützt vor der Sonne. Kleinkinder solltest du in der Mittagshitze nicht ohne Sonnenschutz nackt herumlaufen lassen. Hautpartien, die normalerweise eingepackt sind, reagieren besonders stark auf direktes Sonnenlicht. Und ein Sonnenbrand auf dem Po findet dein kleiner Schatz bestimmt nicht toll.

Die richtige Kleidung schützt vor Sonnenallergie

Den besten Schutz vor der Sonne bietet eine passende Kopfbedeckung. Diese verhindert auch, dass dein Säugling einen Sonnenstich bekommt. Für Babys gibt es viele süße Mützchen und Häubchen. Achte darauf, dass das Gesicht im Schatten liegt und der Kopf trotz Kopfbedeckung gut belüftet wird.

Mit langer, dünner Kleidung schützt du den Körper deines Babys vor der Sonne. Da Sonne auch meistens Wärme bedeutet, bieten sich Shirts aus feiner Baumwolle oder zartem Leinen an. Diese Stoffe lassen viel Luft durch und verhindern, dass dein Baby überhitzt.

Sonnencreme fürs Baby

Sonnencreme erhöht die Zeit, die dein Kind sich in der Sonne aufhalten kann. Je höher der Lichtschutzfaktor, umso mehr UV-Licht wird gefiltert. Sonnencreme für Erwachsene ist aber für Babys nicht geeignet, da sie die Poren stark verstopft und oft auch Parfüm und andere künstliche Zusatzstoffe wie Aluminium enthält.

Mit einer extra Baby-Sonnencreme bist du auf der sicheren Seite. Diese sollte mindestens einen Lichtschutzfaktor (LFS) von 50 haben, eher mehr. Inzwischen gibt es auch mineralische Sonnenschutzmittel. Mineralische Sonnencremes sind auf der Basis von Zink und Titan aufgebaut und zumeist frei von Parfüm und Aluminium.

Regelmäßiges und großzügiges Eincremen der Haut des Kindes bieten einen guten Schutz. Manchmal lösen Sonnenschutzmittel eine allergische Reaktion aus. Steige dann auf ein anderes Mittel um oder verzichte erstmal auf Sonnencreme und Sonne.

Mehr Informationen bekommst du im Artikel „Sonnencreme fürs Baby„.

Dein Kind muss viel trinken

Wasser hilft dem Körper, seine Temperatur zu regulieren, unterstützt die Funktion des Gehirns und hilft der Haut, sich zu regenerieren. Achte daher darauf, dass dein Kind ausreichend Flüssigkeit zu sich nimmt, dann verkraftet die Haut die Sonneneinstrahlung besser. Wie viel dein Baby trinken sollte, erfährst du hier: So viel Wasser braucht dein Baby.

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Aber Vorsicht: Erkältungsgefahr! Du und dein Kind solltet nie im Luftzug liegen oder spielen!

Sonnenallergie: Behandlung und helfende Maßnahmen

Sofortmaßnahmen bei einer Sonnenallergie

Zeigt dein Baby Symptome einer Sonnenallergie, bringe es sofort in den Schatten  Ein Aufenthalt im schattigen und kühlen Räumen verhindert, dass es schlimmer wird und steigert das Wohlbefinden deines Kindes. Der Temperaturwechsel muss aber langsam vonstatten gehen. Ein schneller Wechsel der Umgebungstemperatur kann zu Kreislaufproblemen bis hin zum Kollaps führen.

Ziehe deinem Kind lange, luftige Kleidung an, um die betroffenen Hautstellen vor weiterer Sonnenstrahlung zu schützen. Nackt darf es jetzt nicht sein, da der kleine Körper sonst sehr schnell auskühlt, wodurch weitere gesundheitlichen Probleme entstehen können.

Linderung der Symptome einer Sonnenallergie

Die betroffenen Hautstellen kannst du sehr erfolgreich mit Milchprodukten wie Quark, Joghurt oder Buttermilch in Form von Umschlägen kühlen. Schmiere den nicht zu kalten Quark auf den Sonnenbrand und lege ein Geschirrhandtuch darauf.

Durch den Temperaturunterschied ziehen sich die Gefäße der Haut zusammen, Schwellungen klingen ab und die Feuchtigkeit hilft der Haut sich zu regenerieren.
Auch ein Gel aus Aloe Vera – ohne Zusatzstoffe – ist für Babyhaut sehr empfehlenswert. Bei schweren Reaktionen auf Sonnenlicht kann der Kinderarzt auch Medikamente (Antihistaminika) verschreiben. Zumeist genügt es jedoch die zuvor beschriebenen Maßnahmen anzuwenden.

Wenn dein Baby extrem starke Reaktionen auf Sonnenlicht zeigt, ist eventuell ein sofortiger Arztbesuch notwendig. Unwohlsein, Schüttelfrost, Lethargie und Erbrechen sind Symptome eines Hitzschlags. Dieser muss sofort behandelt werden. Scheue dich nicht, den Notruf zu wählen, wenn es deinem Kleinkind nach einem Tag in der Sonne schlecht geht.

Auf der Übersichtsseite "Sommerzeit mit Baby" findest du weitere Artikel für den Sommer mit deinem Kind.

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Nadine Gellner

Nadine Gellner

Mutter, Autorin bei BabySOS, Hebamme

Mit ihren beiden Kindern konnte Nadine viele Erfahrungen sammeln, leider auch vermehrt Krankheiten und die kleinen Wehwehchen des lieben Nachwuchs. Aus der Erfahrung hat sie einen wunderbaren Nutzen gezogen: Nadine betreut als Hebamme auf der Geburtsstation Mütter mit ihren Säuglingen und hilft ihnen durch die ungewohnte Zeit nach der Geburt. Ihr Wissen im Umgang mit den Kleinsten und frisch gebackenen Müttern gibt sie auf BabySOS in den Bereichen "Umgang mit dem Kind" und "Infos für Mütter weiter".

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