Allergien beim Baby – Überblick

von | Dez 27, 2018

Dein Baby hat eine Allergie? Was bedeutet das? Und ist es gefährlich? In unserer Artikelserie über die verschiedenen Allergien beim Baby erfährst du genauer, was Allergien sind, welche Ursachen und Symptome es gibt und wie du ihnen vorbeugen kannst.

 

Was ist eine Allergie?

Eine Allergie ist eine Immunreaktion des menschlichen Körpers. Das bedeutet, dass der Organismus auf körperfremde Substanzen reagiert. Diese könen eingeatmet, gegessen oder getrunken worden sein und eine Abwehrreaktion verursachen. Im Rahmen einer allergischen Reaktion werden im Grunde harmlose Stoffe bekämpft. Sobald der Körper deines Babys in Kontakt mit allergieauslösenden Stoffen, sogenannte Allergene, kommt bildet er Antikörper gegen diese Stoffe. Das können Pollen, Gräser, Staub oder bestimmten Nahrungsmitteln sein.

Als Reaktion kann es zu den unterschiedlichsten Allergiesymptomen kommen:

  • Juckende
  • tränende Augen
  • blockierte Atemwege
  • Hautausschlag oder
  • geschwollene Schleimhäute

sind nur einige dieser auftretenden Symptome.

Waren Allergien am Anfang des 20. Jahrhunderts noch eine Seltenheit, so sind sie heute zu einer echten Volkskrankheit geworden. Inzwischen erkranken auch immer mehr Babys und Kleinkinder an den unterschiedlichsten Allergien. Ungefähr jedes dritte Baby kommt heutzutage sogar mit einem erhöhten Allergierisiko zur Welt.

Wenn du an deinem Baby Allergiesymptome beobachtest, solltest du am besten gleich einen Kinderarzt aufsuchen. Unbehandelte Allergien können in späteren Lebensjahren Folgeerkrankungen wie beispielsweise ein allergisches Asthma nach sich ziehen.

 

Woher kommen Allergien?

Ein bedeutender Risikofaktor für eine Allergie ist die genetische Veranlagung, das bedeutet, dass sie vererbt werden können. Wenn beispielsweise beide Elternteile unter einer Allergie leiden, haben Kinder ein 30-prozentiges Erkrankungsrisiko. Doch nicht jedes Baby, das genetisch vorbelastet ist, muss auch tatsächlich zu einem Allergiker werden. Bei der Entstehung allergischer Erkrankungen spielen nämlich auch die Umwelt und der persönliche Lebensstil eine grundlegend wichtige Rolle.

Es kann durchaus sein, dass der kleine Körper deines Babys überempfindlich reagiert, wenn er in Kontakt mit bestimmten, eigentlich harmlosen Umweltstoffen kommt. Im Vergleich zu erwachsenen Menschen haben Babys noch kein vollständig ausgereiftes Immunsystem. Daher reichen bereits kleinste Mengen allergieauslösender Stoffe aus, um bei Säuglingen starke Abwehrreaktionen zu verursachen.

 

Ursachen für Allergien beim Baby

Folgende Stoffe können Allergien bei deinem Baby auslösen:

  • Inhaltsstoffe wie Parfüm in Kosmetika
  • Pflanzenschutzstoffe
  • Hausstaub-Milben
  • Schimmelpilzsporen
  • Waschmittel, Weichspüler oder sonstige Reinigungsmittel
  • Insektengift, beispielsweise von Wespen oder Bienen
  • Tierhaare
  • Gräser und Blütenpollen von Bäumen und Sträuchern
  • Inhaltsstoffe in Lebensmitteln

Nicht selten bleiben Allergien im Säuglings- oder Kleinkindalter unerkannt. Eine frühzeitige Diagnose und eine korrekte Behandlung können sich jedoch äußerst förderlich auf den weiteren Erkrankungsverlauf auswirken. Beobachtest du bei deinem Kind bestimmte Allergiesymptome, solltest du das rechtzeitig vom Kinderarzt abklären lassen. Das ist besonders bei Babys sehr wichtig.  Werden allergische Erkrankungen nicht rechtzeitig erkannt und therapiert, sind die Kinder in ihrer persönlichen Lebensqualität sowie in ihrer Entwicklung massiv eingeschränkt.

 

Allergien und Unverträglichkeiten – wo ist eigentlich der Unterschied?

Eine Allergie ist eine Abwehrreaktion des menschlichen Immunsystems auf einen normalerweise unbedenklichen Stoff, der als Allergen bezeichnet wird. Kommt der Säugling in Kontakt mit diesen Allergen, schaltet sein kleiner Körper unmittelbar in einen „Abwehrmodus“. Lebensmittel, Tierhaare, Hausstaubmilben oder auch Pollen können derartige Allergene sein.

Eine Unverträglichkeit hat im Vergleich zu einer Allergie nichts mit dem Immunsystem zu tun. Vielmehr ist es hier so, dass der Körper des Säuglings einen bestimmten Inhaltsstoff nicht verdauen kann. In den meisten Fällen funktioniert ein Enzym im Darm des Kindes nicht ordnungsgemäß: So kann es beispielsweise sein, dass Milchzucker nicht richtig im Körper abgebaut werden kann. Die Folge sind körperliche Beschwerden wie Blähungen oder Bauchschmerzen.

Eine Unverträglichkeit wird auch als Intoleranz bezeichnet und ist in den meisten Fällen nicht sofort erkennbar. Häufig kommt es erst Stunden oder gar Tage später zu Beschwerden wie Durchfall, Bauchschmerzen oder Blähungen.

 

Symptome von Allergien beim Baby

Wie bereits gesagt, reagiert das Immunsystem des Kindes auf einen potenziell allergieauslösenden Stoff mit einer Überreaktion. Hierbei können sich folgende Beschwerden bemerkbar machen:

  • Schwellung von Lippen und Augen
  • Erbrechen oder Durchfall
  • Juckreiz und Hautausschlag (Ekzeme)
  • Rote und tränende Augen
  • Niesen und eine laufende Nase
  • keuchen oder röcheln

Es ist oftmals gar nicht so einfach, bei einem Baby eine allergische Reaktion zu erkennen und als solche zu verstehen. Oft röcheln Babys beispielsweise, weil sie erkältet sind und nicht, weil eine Allergie vorliegt. Wenn die Erkältungssymptome jedoch abgeklungen sind, das Röcheln aber immer noch nicht verschwunden ist, sollte ein Kinderarzt eine mögliche Allergieerkrankung prüfen.

Wie intensiv die Abwehrreaktionen auf mögliche Allergene ausfallen, ist von Mensch zu Mensch ganz unterschiedlich. Die häufigsten Symptome äußern sich jedoch an den Augen, auf der Haut, am Magen-Darm-Trankt sowie an der Lunge und den Atemwegen.

 

Weitere Informationen zu Allergien beim Baby

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